Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettozeit?
Die Bruttozeit ist Ihre gelaufene Zeit ab dem Startschuss (unabhängig vom tatsächlichen
Übertreten der Startlinie bis zu Ihrem Zieleinlauf). Die Nettozeit ist die tatsächliche
Laufzeit, d. h. ab dem Überlaufen der Startlinie bis zu Ihrem Zieleinlauf. In der
Ergebnisliste werden Brutto- und Nettozeiten ausgewiesen. In der Ergebnisliste wird
die Platzierung entsprechend DLV-Richtlinien und wie international üblich
nach der Reihenfolge des Einlaufes ins Ziel ausgewiesen. WICHTIG: In die persönlichen
Zeitlisten und den Bestenlisten der Bundesländer kann entsprechend Festlegung des
DLV die Nettozeit angesetzt werden. Auskünfte dazu erteilt der zuständige Landesverband.
Der Lauf ist ausgeschrieben entsprechend den Regeln des Deutschen Leichtathletik
Verbandes (DLV). In dessen Regeln ist vorgeschrieben, wie es auch international
üblich ist, dass bei nur einem Start des gesamten Feldes die Platzierung nach der
Einlaufreihenfolge zu bestimmen ist. So wird es auch beim London Marathon, beim
New York Marathon, beim Hawaii Marathon, in Paris usw. gemacht. Für Bestenlisten,
auch persönliche Leistungslisten, erlaubt der DLV die Nutzung von Nettozeiten, soweit
diese vorliegen. Die Nettozeit wird jedem Teilnehmer auf seiner Soforturkunde ausgewiesen,
soweit sie ermittelt werden konnte.
Wir wissen, dass es Veranstalter in Deutschland gibt, die nicht nach den Vorgaben
des DLV ihre Veranstaltung durchführen und eigene Bewertungsregeln aufstellen, indem
sie die Platzierung meist unterschiedlich im vorderen Bereich nach Einlauf (Bruttozeit)
und für die langsameren Teilnehmer nach Nettozeit ausweisen. Das gab es beispielsweise
beim Berlin Marathon, als noch in einer Welle gestartet wurde. Bewertungen, die
international von Bedeutung sind, müssen entsprechend den internationalen Vorschriften
als Bruttozeiten ohne Abzug von Zeiten vor dem Überschreiten der Startlinie und
z.B. auch Verweilzeiten an den Verpflegungspunkten ausgewiesen werden.
Genauere Information dazu kann man beim DLV bekommen, z.B. in den
IWR 2010-2011 - Stand 15.04.2010 - Kapitel 5 - Technische Regeln - Abschnitt 3 -
Laufwettbewerbe, insbesondere Regel 165 - Zeitmessung und Zielbild, Nr. 24 (Seite
67) Transponder-Zeitmesssystem.
Wir stellen im Internet die gesamten Ergebnislisten bereit, die sich jeder Teilnehmer
herunterladen kann und für eigene Recherchezwecke auswerten kann, z.B. auch nach
anderen Sortierkriterien.
Darf zum Walken meine Stöcke nutzen?
Die Nutzung von Stöcken während des Laufens/Walken ist nicht zulässig, In der Vergangeheit
hat es leider mehrfach Behinderungen mit Gefährdungen anderer Teilnehmer gegeben.
Das betrifft insbesendere die Disziplinlosigkeit einiger Walker in der Startphase,
indem sie sich nicht im dafür vorgesehenen Block hinter dem Läuferfeld eingeordnet
haben. Aus diesem Grund ist bei der Größe des Teilnehmerfeldes kein gefahrloser
Ablauf mehr zu sichern, wenn Hilfsmittel wie Stöcke genutzt werden..
Warum werden keine Nordic Walker zugelassen?
s. vorige Frage.
Warum gibt es keine gesonderte Wertung für Walker?
Eine getrennte Wertung für Walker führen wir nicht durch. Wir sind nicht in der
Lage, die Kontrolle der Einhaltung eines Geher-Wettbewerbes abzusichern. Ohne diese
Kontrolle kann es möglich sein, dass sich als Walker gemeldete Teilnehmer persönliche
Vorteile durch Laufen verschaffen und die ehrlichen Geher in der Wertung benachteiligen.
Aus diesen Gründen werden wir auch in Zukunft keine gesonderte Geher-Wertung ausweisen.
Die als Walker gemeldeten Teilnehmer werden sowohl im Ergebnisheft als auch im Internet
bei der Ergebnisrecherche ausgewiesen. Als Walker gemeldete Teilnehmer, die entsprechend
Aufzeichnungen und Meldungen der Kamprichter sichtbar laufen (nicht gehen), werden
nachträglich als Läufer gewertet (Löschung der Walker-Kennzeichnung). Teilnehmerurkunden
im Internet weisen auch die Walker-Kennung aus. Wir werden auch in Zukunft den Teilnehmern
die Möglichkeit geben, gehend die Strecke zu absolvieren. Von den Teilnehmern wird
lediglich erwartet, dass sie sich fair verhalten und entsprechend ihrer geplanten
Geschwindigkeit beim Start einordnen.